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Demut – die sanfte Kraft des Herzens, die uns vor der Schöpfung aufrichtet

Aktualisiert: 19. Dez. 2025


Demut ist ein tiefes, heiliges Wort. Oft wird es mit „klein machen“ verwechselt, doch in Wahrheit bedeutet es genau das Gegenteil: sich im göttlichen Licht zu erheben.

Demut heißt, das Leben in seiner ganzen Größe zu erkennen – nicht nur die eigene Kraft, sondern auch das Wunder, das größer ist als wir selbst. Sie ist die stille Haltung des Herzens, die sagt: „Ich bin Teil des Ganzen. Ich bin weder mehr noch weniger – ich bin verbunden.“

In der Demut öffnen wir uns für die göttliche Liebe. Wir erkennen, dass unsere Talente, unser Atem, sogar unser Herzschlag ein Geschenk sind. Anstatt uns selbst zu erniedrigen, verneigen wir uns ehrfürchtig vor dem Ursprung in uns und in allen Wesen.

Demut ist die Brücke zwischen Himmel und Erde: Sie lässt uns die Größe des Lebens ohne Angst betrachten, und sie erinnert uns daran, dass wir nicht alles kontrollieren müssen.


  • Sie lässt uns lauschen – auf die Weisheit, die in der Stille zu uns spricht.

  • Sie öffnet Türen – zu Heilung, zu Frieden, zu echter innerer Freiheit.

  • Sie bringt uns zurück zu dem Wissen, dass Liebe immer größer ist als jedes Hindernis, das wir sehen.

  • Sie schenkt uns Klarheit, weil wir unser Ego liebevoll zurücktreten lassen.

  • Sie schenkt uns Stärke, weil wir im Vertrauen auf die Schöpfung ruhen.

  • Sie schenkt uns Frieden, weil wir nicht mehr kämpfen müssen, um größer zu erscheinen, sondern im Sein genügen.


Wenn du in Demut gehst, wandelst du nicht mit gebeugtem Rücken, sondern mit einem offenen Herzen, das weiß: Ich bin gehalten – und alles ist Gnade.

Demut ist der Atem der Seele. Sie macht uns weit, empfänglich, wach. Sie macht uns zu einem Gefäß für das Licht, das uns reinigen, heilen und verwandeln möchte.


„Demut öffnet das Herz, verbindet uns mit dem Göttlichen und lässt uns still in Liebe sein.“



Gebet der Demut


Geliebte göttliche Quelle,


ich neige mein Herz vor dir und lege mich zurück in deine tragenden Hände.

Bitte leh­re mich die stille Kraft der Demut.

Nicht als Kleinmachen, sondern als sanftes Zurücktreten vor dem Wunder,

das größer ist als ich.

Lass mich erkennen, dass ich nicht alles tragen, wissen oder kontrollieren muss.

Dass es genügt, da zu sein –

offen, lauschend, empfänglich.

Öffne mein Herz für das Lernen,

auch durch Irrtum, durch Zweifel, durch das Unvollkommene.

Schenke mir die Gnade, Hilfe anzunehmen ohne Scham

und Dankbarkeit zu empfinden ohne Stolz.

Lass mich die Größe im Einfachen erkennen,

die Heiligkeit im Alltäglichen,

und meine eigene Wahrheit ohne Vergleich und ohne Überhöhung leben.

Wenn mein Ego laut wird, führe mich zurück in die Weite des Herzens.

Wenn ich mich verliere, erinnere mich daran, dass ich Teil eines größeren Ganzen bin –

getragen, gehalten, geführt.

Möge meine Demut zu einem Raum werden, in dem Liebe frei fließen darf,

Wahrheit sanft wurzelt und Frieden still wächst.


Amen.


 
 

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