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Ankommen in uns selbst – die innere Heimat

Aktualisiert: 15. Dez. 2025

In einer Welt, die uns oft nach außen zieht, die uns mit Reizen, Erwartungen und Schnelligkeit überflutet, vergessen wir leicht, dass die tiefste Heimat in uns selbst liegt. Sie ist kein Ort auf der Landkarte, kein Ziel, das wir erreichen müssen, sondern ein innerer Raum – still, warm und getragen. Dort, wo unser Herz atmet und die Seele Ruhe findet, begegnet uns das Göttliche – sanft, klar und voller Liebe.

Heimat im Inneren bedeutet nicht, alles unter Kontrolle zu haben oder immer stark zu sein. Es bedeutet, sich selbst zu erlauben, genau so zu sein, wie wir sind – mit allen Ängsten, Zweifeln und Sehnsüchten. Es bedeutet, uns getragen zu fühlen, selbst wenn wir uns manchmal verloren fühlen. Es ist das tiefe Vertrauen, dass ein größerer Strom unser Leben hält, dass wir nicht allein sind, auch wenn wir ihn nicht immer sehen oder verstehen.

Um in diese innere Heimat zu gelangen, brauchen wir oft nur einen Moment der bewussten Hinwendung:


  • Einen tiefen Atemzug, der uns in unseren Körper zurückbringt

  • Das bewusste Spüren der Erde unter unseren Füßen

  • Ein inniges Dankeschön dafür, am Leben zu sein

  • Ein stilles Gebet oder ein inneres Wort wie: „In meinem Herzen bin ich zu Hause.“


Wenn wir uns diesen Moment schenken, öffnen wir die Tür zu einem Raum, in dem wir uns selbst und dem Göttlichen begegnen können. Ein Raum, in dem Ruhe, Klarheit und Geborgenheit einkehren. Ein Raum, in dem wir spüren, dass wir gehalten, geliebt und verstanden werden.

Ankommen in uns selbst bedeutet auch, zu erkennen, dass wir nicht ständig etwas leisten müssen, um wertvoll zu sein. In der Begegnung mit der Schöpfung sind wir bereits vollkommen. Diese Erkenntnis schenkt Leichtigkeit, Frieden und eine tiefe innere Freude, die von äußeren Umständen unabhängig ist.

Die wahre Heimat finden wir nicht in äußeren Orten oder Dingen, sondern in der Verbindung mit unserem eigenen Herzen und mit dem Göttlichen. Sie ist da, wenn wir innehalten, lauschen und uns öffnen. Sie ist da, wenn wir dem Leben mit Vertrauen begegnen und bereit sind, die göttliche Liebe in uns wirken zu lassen.

Wer in sich selbst ankommt, spürt die tiefe Wahrheit:


  • Wir sind niemals allein

  • Die Liebe, die uns geschaffen hat, ist immer bei uns

  • Die Liebe trägt uns, heilt uns, öffnet unser Herz und lässt uns in jedem Moment zu Hause sein – genau hier, genau jetzt


Und wenn wir dieses innere Zuhause spüren, können wir es auch in die Welt tragen: in unsere Worte, unsere Taten, unsere Begegnungen. Wir werden selbst zu einem Ruhepol, zu einem Funken Liebe und Licht, der andere berührt und den Raum öffnet, in dem Heilung, Vertrauen und Frieden wachsen dürfen.



Gebet für meine innere Heimat


Geliebte Schöpfung, geliebte göttliche Liebe,


ich komme zu dir mit offenem Herzen.

Ich bitte um Ruhe für meine Gedanken, um Frieden für mein Herz und um die Gewissheit, dass ich gehalten bin –auch in Momenten der Unsicherheit, der Angst und des Zweifels.

Bitte unterstütze mich, die tiefe Heimat in mir selbst zu finden, diesen stillen, warmen Raum, in dem meine Seele atmet und mein Herz sich öffnet.

Bitte lass mich spüren, dass ich dort geliebt, verstanden und geborgen bin, egal, wie stürmisch die Welt um mich herum auch sein mag.

Lehre mich, mir selbst zu erlauben, genau so zu sein, wie ich bin –mit all meinen Wunden, Sehnsüchten und Ängsten. Hilf mir, mein Herz für die göttliche Liebe zu öffnen, die alles trägt, heilt und verwandelt.

Und gib mir den Mut, diese innere Heimat auch hinauszutragen: in meine Worte, in meine Begegnungen, in mein Tun. Lass mich Licht sein in dunklen Zeiten, Ruhe sein in der Unruhe, Liebe sein inmitten von Leid und Schmerz.

Möge meine Präsenz ein Anker für andere sein, ein Zeichen der Hoffnung, des Mitgefühls und der Verbundenheit.

Ich danke dir für diesen Raum in mir, für die Stille, die mich nährt und für die Liebe, die mich niemals verlässt.

Hier, in diesem Moment, bin ich angekommen, hier bin ich zu Hause – genau jetzt. Danke.


Amen.

 
 

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